Ökumenische Vespermusik



Bei der „ökumenischen Vespermusik“ handelt es sich um eine ganzheitlich durchkomponierte ökumenische Vesper von Thomas A. Friedrich, welche im Jahr 2001 im Auftrag der EXPO.02 entstand und in textlicher und formaler Hinsicht von einem ökumenischen Theologenteam begleitet wurde. Sie wurde am 12. Mai 2002 in Biel als Eröffnungsgottesdienst für die vereinigten kirchlichen Expo-Anlässe uraufgeführt.

Dieses umfassende Werk für Chor, Schlagzeug, Orgel und Kantor wurde auch am Freitag, 14. 11. 2003 in der Predigerkirche in Zürich und am Samstag, 15. 11.2003 in der Kirche Gut Hirt in Niederrohrdorf unter der Leitung des Komponisten durch einen großen Projektchor aufgeführt.

Die ökumenische Vespermusik besteht aus 13 Nummern, die ganz nach dem Form-Prinzip einer „traditionellen“ Vesper fast nahtlos musiziert werden können.

Der Komponist äußerte sich anlässlich einer Medienorientierung 2002 wie folgt:
„Das Besondere an diesem Kompositionsauftrag war, dass die zu schaffende Musik einerseits modern und anspruchsvoll sein sollte, andererseits aber auch der liturgischen Funktion und den Möglichkeiten eines engagierten Laienchores angepasst sein musste. (...) Es ist meine Überzeugung, dass neue Kirchenmusik so geartet sein muss, dass sie von den Hörern auch auf einer emotionellen oder besser bildlichen Ebene verstanden werden kann.“

Das Magnificat ist der gewichtigste Teil der ganzen Vesper und stellt die größte Herausforderung an den Chor da.

Der Text wurde konsequent zweisprachig deutsch und lateinisch vertont. Zitat: „Es war mein Bestreben, die Textinhalte musikalisch in starke Bilder umzusetzen. Formal korrespondieren hier verschiedene Elemente wie rezitativische Psalmodie, motettische Chöre, imitierende Duette, Sprechchöre und Choräle.“